Vor-Ort-Kino

Am Freitag, 24.11.17 um 20 Uhr zeigen wir:


Plot:

Jürgen Potzkothen (Helge Schneider) lebt wohlbehütet bei seiner Mama (Andreas Kunze) in Wanne-Eickel, schlägt sich durch als Elektriker, will aber unbedingt Schlagerstar werden. Er hat auch schon eigene Lieder gedichtet wie z.B. „Liebe ist nicht peinlich“. Peinlich ist dagegen er selbst in seinen Versuchen, die Bretter zu erobern, die die Welt bedeuten. Dennoch wird er vom Fernsehen entdeckt. Eine dralle Dame vom Sender Musik-Sat (Heike-Melba Fendel) und der schmierige Agent Toi erkennen Jürgens Potential und wollen ihn für ihre Zwecke mißbrauchen. Doch Jürgen alias Johnny Flash lässt sich, unterstützt von seiner omnipräsenten Mutter, auf dem Weg nach oben durch nichts aufhalten.

Zum Film:

„Johnny Flash“ ist eine waschechte, saukomische Ruhrgebietskomödie, und so ziemlich der einzige Nicht-Experimentalfilm von Werner Nekes. Mit Johnny Flash hat Nekes unter kräftiger Mitwirkung der hervorragenden schauspielerischen Leistungen das geschaffen, was im ‚Neuen Deutschen Film‘ immer wieder beschworen, kaum aber einmal erreicht wurde: einen gleichermaßen unterhaltsamen wie hintergründig- realistischen Film.“ Wolf Schwartz, Düsseldorfer Illustrierte Nr. 2, Februar 1988

Der Regisseur

Werner Nekes gilt international als Koryphäe des Experimentalfilms. Er lieferte als Regisseur und Kameramann an die 100 Filme ab, die nur selten im Kino zu sehen waren. Er stammt aus Mühlheim a.d. Ruhr, wie auch Christof Schlingensief und Helge Schneider, mit denen er bei Johnny Flash zusammen arbeitete. Von 1967 bis 1978 lebte er in Hamburg, gehörte zu den Gründungsmitgliedern der Hamburger Filmemacher-Coop (1969), als auch der Filmklasse an der Hamburger HfBK, wo er lange Zeit als Dozent engagiert war. Zur Zeit läuft ein Dokumentarfilm über Leben und Werk in den Programmkinos: „Werner Nekes – Das Leben zwischen den Bildern“ von Ulrike Pfeiffer. Werner Nekes starb im Januar 2017 in Mühlheim a.d. Ruhr.

Mehr:


Freitag, 27.10.17 um 20 Uhr:
„Auf St.Pauli ist der Teufel los“

von Francesco Rosi; It./Fr. 1959, 103 Min. S/W

Plot:

Mario (Renato Salvatori) arbeitet in Hannover im Bergbau. Als er seinen Job verliert, will er zurück nach Italien. Als Totonno (Alberto Sordi) seinen Pass klaut und ihm einen Job als „magliaro“ (Hausierer) anbietet, ändert Mario seinen Entschluss und folgt Totonno nach Hamburg. Dort müssen Totonno und seine Freunde alte Klamotten verkaufen. Aber sie werden mit der Feindschaft einer polnischen Bande konfrontiert, und Mario verliebt sich in die Prostituierte Paula Meyer…

Zum Film:

Bekannt wurde der Film wurde unter dem Originaltitel „I magliari“.  Beim Drehbuch zu „Auf St. Pauli ist der Teufel los“ erkennt man deutlich die Handschrift von Francesco Rosi. Produziert wurde der sehenswerte und sehr selten gespielte Film in Italien und Frankreich im Jahre 1959. Für die Dreharbeiten in Hamburg wurde die halbe Reeperbahn als Kulisse im Studio Hamburg nachgebaut. Es gibt keine deutsch synchronisierte Fassung. Dialoge sind sowohl in deutsch als auch in italienisch, die deutsch untertitelt sind.

Der Regisseur:

Francesco Rosi gilt als ein sehr politischer Filmemacher, der zu Unrecht immer etwas im Schatten der großen italienischen Regisseure wie Fellini, Pasolini oder Visconti stand. Er hat eine Reihe exzellenter Mafia-Filme gedreht. Z.B. „Lucky Luciano“,1973,  mit Gian-Maria Volonte, oder auch das Drama um den italienischen „Robin Hood“ Salvatore Giuliano „Wer erschoss Salvatore G.?“, 1962


Samstag, 16.9.17, 21 Uhr

Scheitern als Chance

Im Februar 1998 begann in Berlin ein Kunstprojekt des Film- und Theaterregisseurs Christoph Schlingensief. Er inszenierte einen Wahlkampfzirkus parallel zur Bundestagswahl, gründete die Partei „Chance 2000“, karikierte gewöhnliche Politik und formulierte ernstzunehmende Ziele. Als Medienereignis im deutschen Alltag sorgte Chance 2000 für Irritation, Nachdenklichkeit und eine Reihe absurder Momente. Der Film begleitet Chance 2000 und das aus Schauspielern, Behinderten und Arbeitslosen bestehende Ensemble quer durch Deutschland bis zur Wahlparty am Abend der Bundestagswahl.

BRD 1999, 94 min.
Regie: Alexander Grasseck, Stefan Corinth
Produktion: KernTV/ZDF Vertrieb: Ahoimedia


Eine Filmarbeit | Sa, 08. April, 20 Uhr im VOB

Hochschule für bildende Künste Hamburg
Nora Moschüring, Künstlerische Mitarbeiterin der Hochschule für bildende Künste Hamburg präsentiert studentische Kurzfilme.

Achim Olga Kondyli Roussu, 13:30 min
Talk#Business Faezeh Nikoozaad, 08:10 min
Arbeitstitel Hubert Schmelzer & Natascha Simons, 09:10 min
7:23 Uhr Lea Friedrich, 08:10 min
Verwaltete Welt Anna Walkstein, 12:00 min
Aquarium< Stephan Rosche, 11:10 min
Schiffbek/Billstedt Samual Parker Heinrichs, 11:10 min
Transrapid Marie-Thérèse Jakoubek, 04:30 min

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Am Freitag, d. 3. März um 19 Uhr zeigen wir den Dokumentarfilm „Freund! Freund! Freund!“ von Alexander Grassek und Stefan Corinth über das unvergessliche Gastspiel von Christof Schlingensief am Deutschen Schauspielhaus von 1997: “ 7 Tage Notruf für Deutschland“, eine Bahnhofsmission der besonderen Art:

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Als nächstes zeigen wir beide Teile der Langzeitdokumentation „Kinder von St.Georg“ von Hermann Lorenz und Leslie Franke, die seid vielen Jahren mit ihrer Produktionsfirma Kern Film die Kinolandschaft mit engagierten Dokumentarfilmen bereichern.

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Zum Auftakt am Freitag d. 6. Januar zeigen wir noch mal den Dokumentarfilm „Boomtown St.Georg – Ein Stadtteil wehrt sich“ von Ulrich Gehner und Manfred Götz, den offenbar immer noch viele St.GeorgerInnen nicht gesehen haben.

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