Kein Vor-Ort-Büro mehr

Das Vor-Ort-Büro ist seit dem  31.12.2020 Geschichte und unser Domizil in der Zimmerpforte geräumt. Der Verein besteht weiter und sortiert sich gerade neu.

Die offizielle Begründung der Kündigung seitens der Vermieterin BGFG lautete, dass „die Räume für ein neues Projekt in Zusammenarbeit mit dem Bezirksamt Hamburg-Mitte gebraucht“ würden.
Bald wurde klar, dass es sich dabei um eine neue Sozialberatungsstelle handeln sollte, angemietet vom Bezirksamt, ausgestaltet vom Gesundheitsamt. Daraus wurde aber bislang nichts. Die Leiterin des Gesundheitsamts, Frau Ilona Czinzcholl, berichtete im Stadtteilbeirat-Zoommeeting am 24. 2. 21, dass man gleichermaßen „vor den Kopf gestoßen“ sei, wie der Trägerverein durch die Kündigung.

Nach Rückfragen bei der Vermieterin erhielten wir die Auskunft, dass ein neuer gewerblicher Mieter einziehen wolle, „aber kein Kiosk.“ Genaueres war nicht zu erfahren, außer dass „die Kommunikation zwischen BGFG und Bezirksamt nicht gut gewesen“ sei.
Aus anderer Quelle stammt die Information, dass ein Künstler einziehen werde, der in den Räumen Graffiti-Workshops anbieten und Ausstellungen organisieren wolle. Warum auch nicht, könnte man meinen, allerdings hätte sich eine solche Nutzung der Räume auch ohne Weiteres in das bisherige Nutzungskonzept integrieren lassen. So aber fühlt sich der ehemalige Trägerverein getäuscht und verschaukelt. Seit Jahresanfang stehen die attraktiven Räume leer!

Mit Sozialberatung hat Graffiti-Kunst jedenfalls wenig zu tun. Ist also die neue, geplante Beratungsstelle damit vom Tisch, oder soll sie an anderer Stelle entstehen? Klarheit soll ein demnächst zu führendes Gespräch mit Bezirksamtsleiter Falko Droßmann bringen, der ja obendrein zugesagt hatte, dass die Angebote des Vor-Ort-Büros weiter laufen könnten. Daraus wird ja nun nichts werden, aber vielleicht hat der Bezirkschef ja eine Idee, wo und wie der Trägerverein, der vorerst weiter existiert, künftig wieder Deutschunterricht für Geflüchtete, oder auch Kino-Abende u.v.m. veranstalten könnte!?


Statt dessen ist das ist jetzt der neueste, extrem unsoziale Versuch der Verwaltung, Leute daran zu hindern, sich auf die Poller rings um den Hansaplatz zu setzen! Man fasst es nicht!

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